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Die Zeller haben einen ganz besonderen Stolz auf ihre Bürgerwehr und das mit vollem Recht; denn sie gehört zu ihren altehrwürdigen Einrichtungen; sie ist aus dem Bürgermilitär der ehemaligen freien Reichsstadt hervorgegangen. Von alters her war jedem Bürger der Herrschaft Zell auferlegt
"seine gepührende Wehr zu halten". Er musste seine Waffen aus eigenen Mitteln anschaffen und
verwahrte sie in seinem Hause, um sie jederzeit zur Hand zu haben
Die Geschichte der Zeller Bürgerwehr geht zurück
auf die Zeit, als Zell Reichsstadt war und somit das „Schützenkorps"
als Selbstschutz diente. Es ist überliefert, dass die Stadt Ende des
15. Jahrhunderts Kontingentsoldaten gegen die Türkengefahr stellen
musste. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Bürgerwehr im Jahre 1714.
Bereits damals verfügte man über 67 Männer mit Ausrüstung und auch
Pfeifer und Trommler gehörten dazu. Ein genaues Gründungsdatum aber
scheint nicht bekannt, jedoch wurde in den Ratsprotokollen der Stadt ab
dem Jahre 1597 immer wieder von „Bürgern in Wehr" geschrieben. Mit dem Ende der Reichsstadtzeit war auch das Ende der „Pflichtschützengesellschaft"
gekommen, die Bürgerwehr aber bestand als freiwilliger Männerbund
weiter, ergänzt durch die „Bürgergarde Ulanencorps" Mit der Badischen Revolution kam 1849 auch das Ende für die Schützen
und Ulanen, doch fanden sich bald danach wieder Männer zum
Gewehrexerzieren zu Ehren des Großherzogs. Im Jahre 1862 gab dann die Großherzogliche
Regierung die Erlaubnis, an Feiertagen die Waffen zu
tragen. Die Gründung der zur Bürgerwehr gehörenden Trachtengruppe der
Zellerinnen erfolgte dann
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